Als Hochzeitsfotograf in Darmstadt im Staatsarchiv

Einfach nur Wow! Ich weiß gar nicht, wo und wie ich am besten anfangen soll, so überwältigt bin ich immer noch von der magischen Hochzeit von Kristina und Oliver. Es war einfach nur liebevoll und wunderschön romantisch, aber zugleich unglaublich witzig und unterhaltsam!

Kristina und Oliver leben und arbeiten seit Anfang des Jahres in Shanghai, ihrer Wahlheimat für die nächsten vier Jahre. Von dort aus haben sie auch den größten Teil ihrer Hochzeit geplant. Das war sicher nicht immer einfach, aber dennoch sehr erfolgreich, wie ihr später auf den Bildern sehen werdet. Verlobung in Paris, Vorbereitung in Shanghai, Hochzeitsreise nach Venedig – was für ein Glück, dass die Hochzeit dann doch in Darmstadt stattfand 🙂 Der große Tag der beiden am 14. Juni begann für mich morgens im Darmstädter Frisörsalon „Belle Hair“, wo mich die Braut mit ihrer supernetten Trauzeugin Lisa erwartete. Kristina war tatsächlich noch so entspannt, dass sie während dem Styling noch die abendliche Playliste für den DJ vorbereitete 🙂 Besonders gefreut hat mich, dass ich auf ihrem Desktop eines der Bilder von unserem Engagementshooting als Hintergrund erspähen konnte.

Als Frisur und Make-Up perfekt saßen, ging es für mich weiter ins Welcome Hotel, wo ich zunächst Oliver und seinen Trauzeugen Sebastian bei den letzten Vorbereitungen besucht habe. Kristina und Oliver haben die Nacht traditionsgemäß getrennt voneinander verbracht, so dass ich zwischendurch nur das Zimmer wechseln musste, um den Moment des Brautkleid-Anziehens zu begleiten. Unterstützt wurde Kristina dabei von Olis Schwester Kristin und ihrer Mama. So langsam stieg dann auch die Aufregung!

Die kirchliche Trauung fand in einer kleinen Kirche im Stadtteil Bessungen statt, wo Kristina am Arm ihres Vaters ihren großen Auftritt hatte, während Oliver am Altar auf seine Braut wartete. Nach dem sehr schönen und kurzweiligen Gottesdienst ging es zum Sektempfang am Staatsarchiv, wo das Brautpaar nach einer Ehrenrunde durch Darmstadt standesgemäß im roten Alfa Romeo Cabrio direkt vorgefahren ist und von den wartenden Gästen begrüßt wurde. Es war einfach ein so toller Moment, als die beiden umhüllt von Seifenblasen über den roten Teppich ins Foyer des Staatsarchives schritten. Kristina sah aus wie eine Prinzessin und dieser Empfang war einfach absolut passend! Allerdings blieb dem Brautpaar nicht viel Zeit die Atmosphäre zu genießen, denn es sollten weitere unvergessliche Erinnerungen geschaffen werden. Kristinas russische Wurzeln zeigten sich am Hochzeitstag in sehr vielen Traditionen, so auch gleich zu Beginn. Das Brautpaar wurde von ihren Müttern mit einem großen Laib Brot und Salz empfangen. Gemäß dem Brauch rissen Kristina und Oliver jeweils ein Stück davon ab um anschließend anhand der Größe zu beurteilen, wer wohl später in der Familie „die Hosen anhaben wird“. Tja, was soll ich sagen, das Ergebnis war eindeutig: 1:0 für Kristina 🙂

Während die Gäste mit Sekt, herzhaften Leckereien, einer grandiosen Candybar (mit ganz vielen köstlichen Kuchen, den weltbesten Cupcakes und diversen Süßigkeiten) und dem Photobooth beschäftigt waren haben wir uns auf den Weg zum Shooting gemacht. Eine ganz besonders schöne Idee, die total super ankam, war auch der Film, den Kristina und Oliver in Shanghai gedreht und vorbereitet haben um ihren Gästen Einblicke in ihr chinesisches Leben zu geben. Kristina und Oliver beim Arbeiten und in der Freizeit, beim chinesisch lernen, beim Hochzeitstanz üben und, und, und… Das Besondere am Film: Kristina hat das Finish noch in der Vorhochzeitsnacht gemacht! Wahrscheinlich hätte sie aber vor Aufregung ohnehin kein Auge zu machen können 🙂

Als Kulisse für die Brautpaarbilder hatten wir den Schlossinnenhof, das Darmstadtium (leider nur draußen, da wir keine Genehmigung für den Innenbereich hatten) und den Herrngarten gewählt. Als Abschluss haben wir noch einige Bilder mit dem coolen Alpha Romeo direkt vor dem Staatsarchiv gemacht – sehr zur Freude zahlreicher Passanten! Das Fotografieren mit Kristina und Oliver hat mir so viel Spaß gemacht, dass es mich tatsächlich dafür entschädigt hat, dass ich mich nicht wie die Gäste einmal quer durch die Candybar essen konnte! Aber der Abend war ja auch noch jung!

Nach der sehr ergreifenden Rede vom Brautvater Eddie, folgte ein sehr alter russischer Brauch: Beim Ausruf „Gor’ko“ -wörtlich „bitter“- heben alle ihre Gläser und Braut und Bräutigam müssen sich küssen. Erst 10, dann 15 und schließlich 20 Sekunden und auch später immer wieder wenn aus irgendeiner Ecke des Saales „Gor’ko“ zu hören war. Nach dem sehr leckeren Buffet des Darmstädter Caterers Schmackes (großes Lob!!!), haben doch tatsächlich einige Zigeuner einen der beiden Brautschuhe geklaut. Da Kristina mit einem Schuh natürlich nicht weiter tanzen konnte, mussten die Gäste den Brautschuh zurückkaufen. Für Spenden ab 20 € dürfen die Gäste den Trauzeugen Aufgaben stellen, die diese als Strafe dafür, dass sie den Schuhkauf „verschlafen“ haben, erfüllen mussten. Sebastian musste so Einiges einstecken! Unter den Highlights waren 20 Liegestütze machen (gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass auf russischen Hochzeiten natürlich auch einiges an Wodka fließt), strippen und schließlich ein Kopf an Kopf-Rennen mit Lisa mit dem Ziel zuerst alle Frauen bzw. Männer im Saal geküsst zu haben. Den absoluten Höhepunkt erreichte die Stimmung aber als Sebastian und Oliver gemeinsam den Satz „Ich liebe Dich“ mit ihren Hintern malen mussten! Ich habe Tränen gelacht!

Aber was wäre eine russische Hochzeit, wenn nicht einem Highlight gleich das nächste folgen würde 🙂 So war kurz vor Mitternacht Zeit für einen eher romantisch-verträumten und wunderschönen Moment, als Kristina inmitten von einem Herz aus Kerzen traditionell von ihrer Mutter den Brautschleier abgenommen bekommen hat. Erneut für Stimmung sorgte anschließend Oli, der Kristina in schweißtreibender Arbeit das Strumpfband auszog, welches ebenso wie der Brautstrauß in die Menge geworfen wurde. Das Strumpfband sollte von heirats(un)willigen Männern und der Strauß von einer der anwesenden Damen gefangen werden. Irgendwas ist dabei aber schief gegangen. Ich denke einer der Herren, war etwas unzufrieden darüber, dass es mit dem Strumpfband nicht geklappt hat und hat sich daher am Brautstrauß erneut versucht 🙂

Ab jetzt sollte aber richtig gefeiert werden. DJ Daniele stimmte die Gäste passend zur Temperatur und zur Stimmung mit „36° – und es wird noch heißer“ auf einen heißen Partyabend ein. Alle Gäste waren super gut drauf und haben das Staatsarchiv bis in die Nacht extrem gerockt! Das Photobooth wurde auch sehr intensiv genutzt und es wurden jede Menge witzige Bilder gemacht! Beim Anschauen der Bilder muss ich jedes Mal laut lachen, die sind der Hammer!

Zuletzt kann ich nur noch sagen: Danke für die schöne Zeit mit Euch! Es war mir eine Ehre Euren großen Tag begleiten zu dürfen und ich hatte unglaublich viel Spaß mit Euch und Euren tollen Gästen! Na sdorov’e 🙂

 

 

 

 

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